3. Januar 2010

CD-REVIEW: At The Farewell Party – Infinity Is Miles Away

Keine großen Sprünge

At The Farewell Party - Infinity Is Miles AwayIn diesen Zeiten ist es nichts Besonderes mehr, wenn sich MySpace als Sprungbrett für eine Newcomer-Band entpuppt. At The Farewell Party haben allerdings mehr getan, als nur ein paar ihrer Songs in einen multimedialen Player zu laden. Sie sind durch Deutschland gereist, um innerhalb von zweieinhalb Jahren über 150 mal aufzutreten. Kein Wunder, dass seitdem viele Hörer auf das Debütalbum der fünf Hessen gewartet haben.

Seit Oktober steht “Infinity Is Miles Away” nun also in den Läden – und, pardon, ist natürlich auch in allen Download-Shops erhältlich. Darauf liefern die jungen Musiker zwölf solide Songs, die sich irgendwo zwischen Rock, Pop und Punk bewegen. Wenn At The Farewell Party dabei wie Fall Out Boy oder Green Day klingen wollen, geht das allerdings nicht immer gut.

Der erste Song “Togetherness” umgarnt den Zuhörer noch mit krachenden Gitarren und einer eingängigen Melodien, die folgenden elf Lieder können da allerdings nicht mithalten. Sie sind rockig und gefällig, das Besondere fehlt ihnen aber.

Dabei strahlen At The Farewell Party auf Songs wie “Timemachine” und “The Mechanism Of Bad Taste” eine Spielfreude aus, die erahnen lässt, dass in den fünf Jungs noch mehr steckt, als “Infinity Is Miles Away” hergibt. Vielleicht gelingt ihnen eines Tages doch noch der Sprung von MySpace auf die ganz großen Bühnen.

Trackliste:

01. Togetherness (Leave It All Behind)
02. Put It In Put It Out (A Nihilists Dream)
03. Into Misery
04. Fine! Fine!
05. Timemachine
06. Final Nights
07. We Belong Here
08. The Mechanism Of Bad Taste
09. World We Know
10. Skeleton Gloves
11. Trapped In Glass
12. To The Top

Label: Antstreet Records
VÖ: 02.10.2009
Format: CD
Bewertung: 3/6
www.atfp.de

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 03. Januar 2010.)

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