10. November 2017

CD-REVIEW: klez.e – November

klez.e

Düstere Spielfreude

klez.e haben direkt zu Beginn des Jahres ihr Album „Desintegration“ veröffentlicht und waren damit anschließend ausführlich auf Tour. Die Konzerte wurden fleißig mitgeschnitten und nun zu einem Live-Album zusammengesetzt.

„November“ heißt es, genau wie ein besonders starker Song von „Desintegration“. Einen passenderen Termin für die Veröffentlichung als jetzt hätte es somit nicht geben können.

klez.e erzeugen live noch mal stärkere Klangwände als auf Platte, manche Stücke winden sich so gar über zehn Minuten. Spielfreude und düstere Musik schließen sich also eindeutig nicht aus.

Insgesamt 15 Konzerte hat die Band für „November“ aufgenommen und ausgewertet, wie uns Bandkopf Tobias Siebert im Interview erzählt hat. So hat man es nicht mit einem einzigen Konzert am Stück zu tun, sondern mit einem zusammengebastelten Auftritt. Das merkt man technisch jedoch nicht und es fällt auch deshalb nicht weiter auf, weil es so gut wie keine Ansagen ans Publikum gibt.

Mit „Raupe“ hat auch ein bislang unveröffentlichter Track den Weg auf das Live-Album gefunden. „Auf der Tour haben wir es fast jeden Abend gespielt“, sagt Tobias Siebert über das Stück, das für das Album „Desintegration“ knapp zu spät fertig geworden war.

Nun sticht es dafür auf „November“ hervor, genau wie das ganz in Magenta gehaltene Artwork des Albums. Eins von vielen Statements, das die Band in diesem Jahr setzt. Denn bei aller Cure-Kopiererei haben klez.e mit ihren Songs viel zu sagen und untermauern das mit diesen Live-Eindrücken nochmals. Und übrigens: klez.e sind natürlich auch weiterhin auf Tour.

 

Albuminfos klez.e – November

klez.e - NovemberKünstler: klez.e
Albumname: November
VÖ: 10.11.2017
Label: Staatsakt
klez-e.de

 

Fotos: Andre Habermann und Promo

 

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