11. April 2016

CD-REVIEW: Max Giesinger – Der Junge, der rennt

Max Giesinger

Noch nicht angekommen

Max Giesinger ist erst 27, hat musikalisch aber schon einiges erlebt. Zwischen Castingshow und Crowdfunding lagen nur einige Jahre, zudem war er im Vorprogramm von Christina Stürmer unterwegs. Und feiert aktuell einen YouTube-Erfolg.

Denn seine Single „80 Millionen“ steht kurz davor, die 1.000.000-Abrufe-Grenze zu knacken. Das euphorische Liebeslied mit der naiven Frage „Wie hast du mich gefunden?“ trifft also offenbar einen Nerv bei der Mainstream-Zuhörerschaft.

Es wäre aber nicht fair, Max Giesinger nur darauf zu reduzieren. Für einen Casting-Act – im Jahr 2011 erreichte er bei “The Voice Of Germany” immerhin das Finale – ist er schon erstaunlich lange im Geschäft und macht Musik, die tatsächlich Substanz hat.

Auf „Der Junge, der rennt“ paart sich Rastlosigkeit mit Aufbruchsstimmung und Liebe mit dem Hass auf Kleinstadtmief. Das alles ist nicht besonders innovativ, aber die deutsche Musiklandschaft hat Schlimmeres zu bieten, wie das Formatradio Tag für Tag beweist.

Und so stechen auf Giesingers zweitem Album das sehr poppige „Roulette“, das Duett „Ins Blaue“ mit Sängerin Elif und das melodiöse „Die Tage strahlen“ besonders hervor.

Die Suche, auf der Max Giesinger auf seinem Album ist, endet nach den 13 Songs allerdings nicht. Denn da macht er noch mal klar: Der Junge, der hier rennt, ist noch immer er selbst.

Max Giesinger - Der Junge, der renntKünstler: Max Giesinger
Albumname: Der Junge, der rennt
VÖ: 08.04.2016
Label: BMG Rights Management
maxgiesinger.de

 

Fotos: Klaus Sahm und Promo

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