20. Juli 2012

INTERVIEW: 10 Fragen an Jesper Lidang von The Rumour Said Fire

“Ich wollte unbedingt eine Band gründen”

The Rumour Said Fire, Interview

In ihrem Heimatland Dänemark legten The Rumour Said Fire einen Bilderbuchstart hin. Ihre erste EP schlug sofort ein und hatte mit “The Balcony” den einen Hit mit dem gewissen Etwas, der sich sofort in die Radio-Rotationen und die Herzen der Zuhörer spielte.

Nun können sich auch die deutschen Musikfans von den vier Folkpoppern aus Dänemark überzeugen: Ab dem 20. Juli steht ihr Album “The Arrogant” hier in den Läden.

Sänger und Songschreiber Jesper Lidang (2. v.r.) nahm sich vorab die Zeit, einige Fragen per Mail zu beantworten.

1.) Frage:  Euer Album “The Arrogant” wird an diesem Freitag in Deutschland veröffentlicht. Was erwartet ihr euch von diesem Release – fast zwei Jahre, nachdem das Album in Dänemark herauskam?

Jesper: Es ist schwer zu sagen, was wir erwarten. Aber wir waren gerade auf Tour in Berlin, Hamburg und Köln, hatten eine tolle Zeit und viele Menschen waren dort. Das ist ein gutes Zeichen, glaube ich. Ich freue mich auf das Release, auch wenn das Album für uns nicht neu ist.

2.) Euer bislang größter Hit ist mit Sicherheit “The Balcony”. Worum geht es in dem Song?

Eine Interpretation ist, dass zwei Menschen auf einem Balkon verbrennen. Eine andere, dass es zwei verlorene Seelen sind. Und eine dritte, dass es um Angst und Liebe geht. Manche Leute erzählen mir aber auch, der Song würde von Drogen handeln.

3.) Ist es gut, einen großen Hit zu haben, den jeder liebt? Oder ist das schwierig, weil die Leute euch für ein One-Hit-Wonder halten und auf den Konzerten nur auf diesen einen Song warten?

Pop zu sein kann irritierend und verstörend für deine kreativen Fähigkeiten sein. Einige Leute hören zu und schenken der Kreativität ihre Aufmerksamkeit, andere mögen nur einen Song. Mir macht das keine Sorgen.

4.) Ihr wart im Mai auf einer kleinen Clubtour in Deutschland. Wie war das und wann kommt ihr wieder her?

Es war toll! Wir haben dort viele liebe Leute getroffen. Im November kommen wir wieder!

5.) Im Mai habt ihr bereits einige neue Songs gespielt, die nicht auf “The Arrogant” vertreten sind. Wird es bald schon ein neues Album geben?

Wir arbeiten gerade daran!

6.) Bei eurer Show in Köln habt ihr fleißig gefilmt. Wofür?

Das wissen wir noch nicht. Wir hatten unseren guten Freund Nick dabei, der einfach mit uns abhing und gefilmt hat, wann immer er wollte.

7.) Wann und wie habt ihr angefangen, Musik zu machen?

Ich habe die Band Ende 2007 in Kopenhagen ins Leben gerufen. Ich hatte einige Songs geschrieben und wollte unbedingt eine Band gründen. Christian (Drummer) und ich kannten uns durch einen gemeinsamen Freund – wir haben uns getroffen und meine Songs zusammen geprobt. Einige Monate später hat mich Sören (Gitarre und Gesang) kontaktiert, weil er von dieser neuen Band gehört hatte. Er hat sich uns kurz darauf angeschlossen. Kasper (Bass) kam im August 2008 dazu.

8.) Ich kann dir die Frage natürlich nicht ersparen: Was bedeutet der Name “The Rumour Said Fire”?

Er hatte einen Sinn, als ich ihn mir ausgedacht habe. Er klang gut. Ich hatte einen Haufen Namen auf ein Stück Papier geschrieben. Ich hoffe, die Leute können damit etwas anfangen.

9.) Im letzten Sommer habt ihr auf dem Northside-Festival ein Cover von Jefferson Airplanes “Somebody To Love” gespielt. Spielt ihr häufiger Cover-Songs? Und welchen Song würdet ihr gerne als nächstes in einer “The Rumour Said Fire”-Version zum Besten geben?

Wir haben das damals zum ersten Mal gemacht. Es hat mich nie besonders interessiert, die Songs von anderen Leuten zu spielen. Das hat für mich einfach nie Sinn gemacht. Aber es war ein großer Spaß, “Somebody To Love” zu spielen, obwohl ich lieber “White Rabbit” vom gleichen Album gecovert hätte. Aber der ist noch schwieriger zu spielen und zu interpretieren, damit er nicht fürchterlich klingt. Vielleicht spielen wir demnächst ein Stück von The Vaselines, wer weiß.

(Frage 10 hat Jesper wohl einfach übersehen und sie unbeantwortet gelassen.)

Vielen Dank für das Interview, Jesper.

Foto: Promo

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 20. Juli 2012.)

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