28. Oktober 2009

INTERVIEW: 10 Fragen an Marit Larsen

“Ein guter Song ist ein guter Song”

Marit Larsen, Interview

Sie ist eine der großen Überraschungen des Musikjahres 2009: Die 26-jährige Norwegerin Marit Larsen, die mit “If a song could get me you” an die Spitze der Charts kletterte und seitdem aus dem Radio nicht mehr wegzudenken ist. Auch das gleichnamige Album schaffte es in hohe Chartregionen. Vor ihrer ersten großen Deutschlandtour im November stellte sich Marit Larsen per Mail den Fragen.

1.) Hallo Marit, dein Song “If a song could get me you” war für einige Wochen die Nummer eins der deutschen Charts. Hast du mit einem solchen Erfolg gerechnet?

Marit Larsen: Nein, absolut nicht. Es war meine erste Single in Deutschland und ich hätte nie gedacht, dass es so schnell so gut laufen würde. Sehr aufregend.

2.) Deine Musik ist ein Mix aus Pop, Folk und Country, nicht wirklich das, was man unter Mainstream versteht. Was glaubst du, warum du mit dieser Art von Musik so gut ankommst?

Meine Musik ist wahrscheinlich das Ergebnis von allem, was ich mir anhöre. Mir sind Genres ziemlich egal, ein guter Song ist ein guter Song und das ist es. Wenn ich in meinem Auto unterwegs bin und einer meiner Songs läuft im Radio, bin ich immer überrascht, denn sie stechen sehr heraus und klingen wirklich anders als alles andere. Aber vielleicht ist das genau der Grund, warum sie so erfolgreich sind. Als Songschreiber ist es aber sehr schwierig, das zu analysieren.

3.) Du hast vor einigen Jahren mit M2M angefangen, im Musikbusiness Fuß zu fassen. Hörst du dir noch ab und zu die Songs von damals an?

Nicht so oft, ehrlich gesagt. Ich bin stolz auf diese Zeit, aber nun bin ich einfach an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben.

4.) Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du in immer mehr Ländern so erfolgreich bist?

Reisen, Reisen, Reisen. Ich habe in den vergangenen sechs Monaten aus dem Koffer gelebt. Aber ich genieße das meistens. Es ist sehr inspirierend, wenn jeden Tag neue Leute meine Songs entdecken.

5.) Du hast ja schon mal in Deutschland gespielt. Wie war das für dich?

Bisher habe ich in Deutschland nur als Supportact für James Morrison und Jason Mraz gespielt. Mein Eindruck ist, dass das deutsche Publikum ein sehr leidenschaftliches ist. Nun freue ich mich auf meine erste Headliner-Tour in Deutschland im November.

6.) Wenn du nun wieder hier auftrittst, bringst einen Nummer-eins-Hit mit. Fühlt sich das gut an oder macht es dich nervös?

Ich bin unglaublich aufgeregt. Was für ein Start, stimmts?

7.) In deiner Heimat Norwegen gibt es ja viele Singer/Songwriter. Wen kannst du uns empfehlen?

Das ist wahr, bei uns gibt es einige fantastische Sänger und Songschreiber. Zu meinen Favoriten zählen Hanne Hukkelberg und Rockettothesky.

8.) Du wirst häufig mit Maria Mena verglichen. Auch sie ist eine Sängerin aus Norwegen und in der letzten Zeit in Deutschland sehr erfolgreich. Was hältst du von ihrer Musik?

Maria schreibt und performt ihre herzzerreißenden Songs, seit sie 16 ist. Sie ist eine tolle Person und Künstlerin. Sehr ehrlich, sehr echt.

9.) Dein Freund ist ja auch Musiker. Steht ihr noch ab und zu gemeinsam auf der Bühne?

Sehr selten. Aber wir spielen sehr gerne zusammen.

10.) Du hast in Deutschland ein Album veröffentlicht, auf dem Songs deiner ersten beiden CDs in Norwegen zu finden waren. Was sind deine weiteren Pläne für Deutschland? Wird es bald ein komplett neues Album geben?

Es wird eine weitere Tour in Deutschland im Februar und März geben, die ersten Daten sind bereits veröffentlicht. Danach habe ich vielleicht ein bisschen Zeit, um neue Songs zu schreiben. Das nächste Album könnte dann überall das gleiche sein, jetzt habe ich meine Zuhörer ja auf den neuesten Stand gebracht. Ich freue mich sehr darauf!

Vielen Dank für das Interview.

Foto: Anne-Kathrin Weber

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 28. Oktober 2009.)

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