6. März 2008

KONZERT-REVIEW: Eskobar, The Cinematics & Moneybrother – Karlsruhe (Substage), 29.02.2008

Aus dem hohen Norden

Eskobar, Karlsruhe, 2008

Gruppe C der diesjährigen Jägermeister Rock:Liga kommt sehr schwedisch daher. Eskobar und Moneybrother haben sich angekündigt. Komplettiert wird das Feld durch die Schotten von The Cinematics.

Das Karlsruher Substage ist ausverkauft, alle Konzertbesucher sind – wie vom Sponsor des Abends gefordert – im „gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalter zum Alkoholkonsum“. Den Abend eröffnen Eskobar, die sich wie die beiden folgenden Bands 45 Minuten dem Publikum vorstellen dürfen. Die drei Schweden werden auf der Bühne von zwei Gastmusikern unterstützt, präsentieren sich aber dennoch vorwiegend ruhig. Vom neuen Album, das in diesem Monat erscheint, gibt es noch nicht viel zu hören, Eskobar schicken an diesem Abend ihre älteren Nummern ins Rennen. Die Stimme des Sängers Daniel Bellqvist, der voller Hingabe vom Drumschlag bis zum Gitarrensolo alle Instrumente mittanzt, lädt mehr zum Träumen ein als zum Rocken. Nach der Dreiviertelstunde bekommen die Jungs dennoch viel Applaus.

The Cinematics, Karlsruhe, 2008

Als nächstes sind The Cinematics an der Reihe. Die vier Schotten wirken dabei nur äußerlich so, als seien sie gerade aus einem strengen College entlaufen – sie geben ordentlich Gas und sind dabei vor allem eins: richtig laut! Sänger Scott Rinnings stemmt die Vocals ganz alleine, auf eine Zweitstimme verzichten die Rocker, die an diesem Abend ihr aktuelles Album „Strange Education“ vorstellen. Am Ende ist vor allem Scott total verschwitzt, als The Cinematics unter tosendem Applaus die Bühne verlassen.

Moneybrother, Karlsruhe, 2008

Zum Abschluss des Abends legt Anders Wendin alias Moneybrother los. Unterstützt von seiner fünfköpfigen Backingband Panthers, die ihm mit Instrumentierungen von Saxophon bis Bass das nötige Fundament bietet, wirbelt er über die Bühne. Dabei hat er unnachahmlich viel Spaß an der Sache, was sich auch auf das Publikum überträgt. Es wird fleißig mitgesungen und getanzt. Als auch der Schwede seine 45 Minuten absolviert hat und strahlend die Bühne verlässt, geht es an die Abstimmung. Diese kann Moneybrother eindeutig für sich entscheiden. Allerdings stand er ohnehin schon vor dem letzten Vorrundenabend in Karlsruhe als Gewinner der Gruppe C fest und darf sich nun im Finale in Berlin erneut beweisen.

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 06. März 2008.)

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