10. Februar 2009

KONZERT-REVIEW: The Rasmus – Frankfurt (Batschkapp), 03.02.2009

Die Finnen sind los

The Rasmus, Frankfurt, 2009

The Rasmus scheinen in Frankfurt am Main besonders gefragt zu sein. Nachdem ihr erstes Konzert schnell ausverkauft war, kündigten sie einen weiteren Auftritt in der Batschkapp für den April an. Im kalten Februar findet jedoch zunächst der erste finnische Akt in Frankfurt statt.

Bevor The Rasmus auf die Bühne kommen, unterhält die Supportband Fräulein Wunder die wartenden Fans. 45 Minuten lang sind sie laut, jung und frech, passend mit ihrem Krawallrock aber nicht wirklich zum düsteren Hauptact. Als Sängerin Chantal schließlich The Rasmus-Bassist Eero auf die Bühne holt, der auf der Gitarre die Fräulein Wunder-Version von Tokio Hotels “Durch den Monsun” begleitet, geht ein Raunen durch das Publikum. Dass die Girlieband danach trotzdem gefeiert wird, mag vor allem mit dem hessischen Heimvorteil zusammenhängen.

Das ist aber alles vergessen, als The Rasmus loslegen. “Livin’ In A World Without You”, die erste Single vom neuen Album, ist der Opener für eine Reihe von Hits. Quer durch ihre so erfolgreichen Alben “Into”, “Dead Letters”, “Hide From The Sun” und dem jüngst erschienen “Black Roses” spielen sich die Jungs um den wieder erblondeten Sänger Lauri Ylönen: von “First Day Of My Life” bis “No Fear”, von “F-F-F-Falling” bis “Justify”. Finnisch-wortkarg, aber dennoch sympathisch lassen sie vor allem die Musik für sich sprechen, auffällig gut klingt dabei Lauris charakteristische Stimme durch die Batschkapp.

Mit einem umjubelten “In The Shadows” geht eine energiegeladene Rockshow zunächst zuende. Für eine Zugabe holen The Rasmus danach ein Mädchen aus dem Publikum auf die Bühne, das einen finnischen Song mit den Jungs anstimmen darf. “Sail Away” ist danach der passend stimmungsvolle Ausklang. Nach knapp 90 rockigen Minuten gehen die Zuschauer zufrieden nach Hause – und The Rasmus dürfen gerne wiederkommen.

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 10. Februar 2009.)

Foto: Anika Moje