26. September 2019

SCHNELLDURCHLAUF (248): Keane, The Modern Times, blink-182

In der losen Rubrik “Schnelldurchlauf” werden aktuelle Alben unter die Lupe genommen und in einigen Sätzen rezensiert. Dieses Mal mit unspannenden Keane, Post-Punk von The Modern Times und den Erwachsenen blink-182.

 

Keane - Cause And EffectKünstler: Keane
Albumname: Cause And Effect
VÖ: 20.09.2019

“Es ist ein bisschen anders, wenn man älter ist und Kinder hat”, sagt Keane-Songwriter Tim Rice-Oxley und trifft damit wohl eher ungewollt den Nagel auf den Kopf: Vor 15 Jahren war die britische Band noch aufregend und neu, inzwischen hat ihre Musik so gar nichts Spannendes mehr. “Cause And Effect” dümpelt vor sich hin, ist seriös, wärmend, aber auch extrem belanglos. Die Single “Love Too Much” gehört da noch zu den besseren Tracks, aber sonst ist nicht mehr viel zu holen. Leider.

 

The Modern Times - Algorhythmic Dance MusicKünstler: The Modern Times
Albumname: Algorhythmic Dance Music
VÖ: 30.08.2019

Post-Punk aus Norwegen gefällig? The Modern Times lassen mit “Algorhythmic Dance Music” aufhorchen. Manchmal hat ihre Musik Britpop-Anklänge (“Am I Losing Touch”) oder erinnert gar an Art Brut (“It Sure Is Fun To Party”). Das Album powert einfach durch und findet mit der Zeile “The world needs more parties” im gleichnamigen letzten Track die richtigen Schlussworte.

 

blink-182 - NineKünstler: blink-182
Albumname: Nine
VÖ: 20.09.2019

Am besten bringen blink-182 das Dilemma in “Generational Divide” auf den Punkt: In weniger als einer Minute grobem Punk-Geknüppel bekommen diejenigen, die ein Album wie “Enema of the State” erwartet haben, ihre Erwartungen um die Ohren gehauen, versehen mit dem selbstironisch anmutenden Text “Are we better now?”. Ob das auf “Nine” zutrifft, müssen die Hörer entscheiden: Fans früherer Alben werden einmal mehr in die Röhre schauen, Fans der erwachseneren blink-182 dagegen gewohnte Pop-Punk-Kost vorfinden. Macht durchaus Spaß, aber eben nicht mehr auf die infantile Weise wie noch vor 20 Jahren, sondern nun für Erwachsene, die Häuser abbezahlen und Kinder zur Schule bringen müssen. Auch Punks werden eben 35.

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