9. Mai 2016

CD-REVIEW: Black Oak – Equinox

Black Oak

Vorsicht, zerbrechlich

Kann man bei zwei Personen schon von einer Supergroup sprechen? Wenn ja, dann sind Black Oak mit Sicherheit eine. Denn Geert van der Velde von The Black Atlantic und Thijs Kuijken von I am Oak haben sich zusammengetan und ihr Debütalbum „Equinox“ aufgenommen.

Die Musik ist dabei häufig reduziert und selbst die Songtitel werden im Verlauf des Albums immer kürzer. Dadurch bringen Black Oak aber auch eine wunderschöne Zerbrechlichkeit in ihre Songs.

Die Stimmen der beiden Songwriter ergänzen sich perfekt, das wird schon auf „When The Night Is All I See“ und „Because It’s There“ deutlich. Die Stimmung pendelt sich zwischen „traurig“ und „wunderschön“ ein und ist auf wunderliche Weise sogar häufig beides gleichzeitig.

Vor allem „A Dirge“ drängt einem dann doch den Verdacht auf, es mit den Akustik-Königen Kings Of Convenience zu tun zu haben. Das ist aber natürlich ein Kompliment, auch wenn Geert und Thijs zwischenzeitlich sogar ein bisschen zu leidend klingen.

Das Album hat wenige Höhen und Tiefen, braucht diese aber auch gar nicht. Auf „Thaw“ kommt es sogar fast komplett zum Stillstand, die Musik wird nahezu komplett heruntergefahren und die Zerbrechlichkeit ist nirgends stärker zu spüren als in diesem Song.

Kurz vor Schluss haben Black Oak noch einen Song zu bieten, den man einfach nur umarmen möchte, weil er so zart und bedächtig ist: der leider nicht mal drei Minuten lange Track „Whirl“.

„Manchmal braucht es eben nur zwei Typen mit ihren verbeulten Gitarren, um zeitlose, perfekt geschliffene Songs und somit ein verdammt gutes Album hinzubekommen“, wird „Equinox“ im Pressetext beschrieben. Und dem kann man tatsächlich nicht widersprechen.

Black Oak - EquinoxKünstler: Black Oak
Albumname: Equinox
VÖ: 13.05.2016
Label: K&F Records
blackoaktheband.com

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