6. Juni 2011

CD-REVIEW: The Pigeon Detectives – Up, Guards And At ‘Em!

Stampf-Indie für die Disko

The Pigeon Detectives - Up, Guards And At 'Em!Mit ihren ersten beiden Alben waren The Pigeon Detectives sehr schnell zur Hand: “Wait For Me” erschien 2007, im Jahr darauf gabs mit “Emergency” gleich Nachschlag. Beide Scheiben fanden in der Indie-Szene durchaus Beachtung, zumal die fünf Engländer mit den Dirty Pretty Things und den Kaiser Chiefs auf Tour waren. Auf das dritte Werk musste deutlich länger gewartet werden.

Aber die gute Nachricht vorneweg: The Pigeon Detectives klingen auf “Up, Guards And At ‘Em!”, als wären sie nie weg gewesen. Gleich der erste Song “She Wants Me” setzt ein stampfendes Ausrufezeichen, “Lost” bleibt sofort im Ohr – ein echter Diskohit.

Fast ohne Verschnaufpause powern sich die Jungs um Sänger Matt Bowman im Anschluss durchs Album. Auf “What You Gonna Do” überschlagen sie sich dabei fast selbst, so treibend sind Instrumente und Gesang. Auf “Through The Door” wollen die Pigeon Detectives dann Nägel mit Köpfen machen und fordern zum Tanz auf. Der Fokus liegt also deutlich auf Rock.

Ruhige Momente sind in den nur 36 Album-Minuten hingegen sehr rar. Nur “What Can I Say” schaltet mal für eineinhalb Minuten einen Gang zurück, um danach aber wieder richtig Gas zu geben. Der einzige komplett langsame Song ist der letzte, “I Don’t Know You”.

The Pigeon Detectives zeigen auf “Up, Guards And At ‘Em!”, wie fließend die Grenze zwischen dreckigem Rock und radiotauglicher Musik sein kann. Das wird ihnen dann auch ab und zu zum Verhängnis, wenn sich der Sound nicht entscheiden kann, in welche Richtung es nun gehen soll. Aber in die Indie-Disko passt er in jedem Fall.

Trackliste:

01. She Wants Me
02. Lost
03. What Can I Say?
04. Need To Know This
05. Done In Secret
06. What You Gonna Do?
07. Turn Out The Lights
08. Through The Door
09. Go At It Completely
10. I Don’t Know You

Label: Dance To The Radio / Kartel / Soulfood
VÖ: 03.06.2011
Format: CD
Bewertung: 4/6
www.thepigeondetectives.com

(Im Original erschienen bei triggerfish.de am 06. Juni 2011.)

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