13. Oktober 2016

KONZERT-REVIEW: Tarja, Frankfurt, 12. Oktober 2016

Tarja

Der schöne Kontrast

Mittwochabend in Frankfurt-Seckbach in der Batschkapp: Das Warten auf den Auftritt von Tarja wird zum Geduldsspiel. Offizieller Konzertbeginn ist 19.30 Uhr, aber die Zuschauer bekommen zunächst zwei Support-Acts vorgesetzt, bevor es um 21.40 Uhr dann so richtig losgeht.

Tarja gibt auf ihrer Deutschland-Tour keine Interviews, wohl auch, um ihre Stimme zu schonen. Das scheint eine gute Entscheidung zu sein, denn ihr glockenklarer Sopran hallt wohlig und stark durch die Halle.

Diese ist allerdings nicht ausverkauft, besonders im hinteren Bereich sind große Lücken. Das mag auch an den hohen Ticketpreisen liegen: Über 40 Euro musste man für den Eintritt berappen.

Diejenigen, die trotzdem gekommen sind, werden allerdings nicht enttäuscht. Der Kontrast zwischen Metalklängen und Opernstimme funktioniert auch 20 Jahre nach dem Start von Nightwish noch wunderbar.

Apropos Nightwish: Tarjas Ex-Band, mit der sie sich im Unfrieden getrennt hat, findet an diesem Abend nur in Nebenrollen statt – auf den Shirts einiger Konzertbesucher und in einem Medley, das um den Hit „Ever Dream“ aufgebaut ist.

Tarja selbst fehlen diese großen Hits, obwohl sie nun schon seit knapp zehn Jahren Soloalben veröffentlicht. Und so ist es erst „My Innocence“ vom neuen Album „The Shadow Self“, das in den Zugaben die Stimmung richtig zum Kochen bringt.

Nach all den Jahren merkt man Tarja den Spaß daran, auf der Bühne zu stehen, noch immer an. Das unterstreicht sie auch mit ihren Ansagen (zum Teil sogar auf Deutsch). Und am Ende kommt es zur einer bemerkenswerten Szene: Nach dem letzten Song umarmen sich alle Musiker auf der Bühne, bevor sie sich vom Publikum verabschieden. Diese Wertschätzung ist etwas Besonderes und überträgt sich auch auf die Zuschauer, die am Ende größtenteils zufrieden den Heimweg antreten.

#Tarja #Batschkapp #Frankfurt #TheShadowTour #Konzert

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Weitere Infos zu Tarja

Review „The Shadow Self“
Review „The Brightest Void“

Fotos: Tim Trocknoe & bleistiftrocker.de

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