Deutschlands ESC-Teilnehmerin Sarah Engels („Fire“) ist kürzlich für ein Video mit Kindern in Südafrika kritisiert worden. Im Interview mit bleistiftrocker.de äußerte sie sich dazu.

Sarah Engels weilte in der vergangenen Woche in Südafrika. Dort entstand natürlich auch Content für ihren Social-Media-Auftritt – alleine auf Instagram folgen der Sängerin 1,8 Millionen Menschen. Auf einem Video, das sie teilte, war sie mit einer einheimischen Kindergruppe zu sehen. Sarah Engels sang ihnen Teile ihres ESC-Beitrags „Fire“ vor, die Kinder sangen es ihr nach. „POV: Du hast eine neue Leidenschaft – Gesangslehrerin in Südafrika“, war im Video zu lesen.
Sarah Engels zeigt südafrikanische Kinder unzensiert
In den Kommentaren sammelte sich schnell deutliche Kritik: Viele User*innen warfen Sarah Engels einen „White Savior Complex“ vor – also sich als weiße und privilegierte Person als „Retter*in“ aufzuspielen. In der Caption schrieb sie unter anderem: „Die Kids waren so dankbar für etwas, was für mich total selbstverständlich ist und genau das hat mich richtig berührt.“
Außerdem warfen der Sängerin viele vor, die Kinder für ihre ESC-Promo zu benutzen und sie dabei unzensiert zu zeigen. Zumal Sarah Engels ihre eigenen Kinder konsequent aus der Öffentlichkeit raushält. Diverse Creator*innen griffen das Thema in Videos auf und mehrere Medien berichteten darüber.
Sarah Engels: Video mit Kindern ist „einfach entstanden“
Beim Eurovision in Concert 2026, einer ESC-Promo-Veranstaltung in Amsterdam, fragte bleistiftrocker.de Sarah Engels im Interview nach dem Video. „Ich glaube, dass ganz viele nicht wirklich auf dem Schirm hatten, warum ich überhaupt da war“, sagte sie. „Ich habe mehrere Projekte in Südafrika kennenlernen dürfen – Projekte, die es seit über Jahrzehnten gibt, die auch lokal dort gefördert werden.“
Sie sei im Rahmen ihrer Stiftung eingeladen worden, so Engels. Mit ihrer Stiftung „Starke Mädchen“ setzt sie sich für Mädchen und Frauen ein. „Ich liebe es, Menschen kennenzulernen und mit ihnen zu connecten.“ So sei auch das Video in Südafrika „einfach entstanden – es war nicht geplant“. Bei Instagram ist es allerdings nicht mehr online. „Ich habe mir die Kritik zu Herzen genommen und das Video runtergenommen“, so die 33-Jährige.
Mit „Fire“ für Deutschland beim ESC 2026
Wegen ihres Trips nach Südafrika hätte Sarah Engels übrigens fast ihren Auftritt beim Eurovision in Concert 2026 verpasst. „Fünf Minuten vor Boarding wurde einfach unser Flug gecancelt“, berichtete sie. „Aber ich hatte Glück, es ging dann doch noch ein Flieger.“
Sarah Engels hatte Ende Februar den ESC-Vorentscheid „Das Deutsche Finale“ gewonnen. Sie wird Deutschland damit beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten. Das große Finale steigt am 16. Mai.
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Foto: Marcel Brell
