Eine Sängerin mit deutschen Wurzeln tritt für die Ukraine beim ESC 2026 an: LELÉKA wird mit dem Song „Ridnym“ in Wien zu sehen sein.

Als ihr Sieg beim ukrainischen Vorentscheid „Vidbir 2026“ verkündet wurde, fühlte LELÉKA erstmal gar nichts. „Ich war so emotionslos. Mein Gehirn war einfach ausgeschaltet“, erzählte sie im Video-Interview mit bleistiftrocker.de beim Eurovision in Concert 2026 in Amsterdam. Eine Emotion packte sie im Anschluss aber doch: „Ich war wirklich schockiert. Ich bin eigentlich ein No-Name-Artist und habe nicht so viele Fans. Deswegen dachte ich, dass das nicht wahr sein kann.“
Sieg im Vorentscheid gegen Jerry Heil und Monokate
LELÉKA ließ beim „Vidbir“ mit Jerry Heil und Go_A-Sängerin Monokate sogar zwei ehemalige ESC-Teilnehmerinnen hinter sich. Und wird nun selbst auf der ganz großen Bühne stehen. „Es war eigentlich nie mein Traum und ich bin kein großer Fan“, gab sie ehrlich zu.
Ihre Fans baten sie allerdings, sich zu bewerben. „Ich bin jetzt offen dafür. Es fühlt sich wie ein richtiger Moment an.“ Und statt instrumentaler Jazz-Musik, wie es sie sonst von ihr zu hören gibt, stimmt sie mit ihrem Eurovision-Beitrag „Ridnym“ einen etwas poppigeren Sound an.
„Es geht um eine innerliche Transformation. Um diese innerliche Reise durch deine Ängste“, sagte sie über ihren Track. „Wenn du über diese Angst hinausschaust, dann wird immer eine neue Realität geboren.“ Entstanden ist der Song gemeinsam mit dem deutschen Produzenten Jakob Hegner.
LELÉKA hat lange in Deutschland studiert und spricht auch die Sprache fließend. „Ich habe außer ukrainischen Wurzeln auch deutsche. Diese Sprachkenntnis wurde in meiner Familie verloren. Deswegen war es mir sehr wichtig, Deutsch zu lernen.“ Mit ihrer Band ist sie regelmäßig auf deutschen Bühnen zu sehen.
LELÉKA spürt „riesige Verantwortung“
Beim ESC hat sie nun die besondere Aufgabe, die Ukraine zu vertreten, die noch immer russischen Angriffen ausgesetzt ist. „Ich spüre, dass die Menschen Hoffnung brauchen, dass unsere Kultur gesehen und gehört wird“, so LELÉKA. „Das ist eine riesige Verantwortung für mich. Ich hoffe, dass ich das Beste daraus machen kann.“
Die Ukraine wird beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien im zweiten Halbfinale am 14. Mai zu sehen sein. Bei erfolgreicher Qualifikation, die dem Land bislang übrigens immer gelungen ist, sehen wir sie dann zwei Tage später beim großen Finale wieder.
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Foto: Suspilne
