Am Donnerstagabend steigt das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Wir analysieren die Final-Chancen der 15 Acts.
Zehn Länder haben sich am Dienstag im ersten Halbfinale durchgesetzt, fünf weitere waren bereits vorab qualifiziert. Am 14. Mai ab 21 Uhr entscheidet sich, welche zehn Acts das Eurovision-Finale komplettieren. Hier ist unsere Prognose.
01. Dara – Bangaranga (Bulgarien)

Prognose: Auch das zweite Halbfinale startet mit viel Energie und einem modernen Popsong. Leicht chaotisch, aber gut genug fürs Finale.
Chancen aufs Finale: 70 Prozent
02. Jiva – Just Go (Aserbaidschan)

Prognose: Statt schmalzigem Lovesong gibt es aus Aserbaidschan die klare Ansage: „Just Go!“. Alleine das macht Jiva sympathisch und bemerkenswert. Allerdings ist der Track an sich wohl einfach nicht stark genug.
Chancen aufs Finale: 20 Prozent
03. Alexandra Capitanescu – Choke Me (Rumänien)

Prognose: Rumänien hat die Diskussion um die unglückliche Metapher für Aufmerksamkeit genutzt – nicht unclever. Außerdem hat man mit dem Rocksound ein Alleinstellungsmerkmal im Feld. Wird im Finale sicher noch mal zu sehen sein.
Chancen aufs Finale: 80 Prozent
04. Eva Marija – Mother Nature (Luxemburg)

Prognose: Eva Marija strahlt wie schon im Vorentscheid ganz viel Freude aus. Dazu gibt es schöne Visuals. Aber ob das reicht? Luxemburg könnte erstmals seit dem Comeback das Finale verpassen.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
05. Daniel Zizka – Crossroads (Tschechien)

Prognose: Daniel Zizka ist ein starker Sänger, die Inszenierung sehr intim und zerbrechlich. So richtig aus sich raus kommt dieser Beitrag allerdings nicht. Es könnte aber knapp reichen.
Chancen aufs Finale: 60 Prozent
06. Simón – Paloma Rumba (Armenien)

Prognose: Quirlig und bunt versucht es Simón aus Armenien. Das ist mehr Chaos als ernstzunehmender Beitrag. Für ihn könnte es zum Problem werden, dass die Jurys in diesem Jahr schon im Halbfinale wieder mitentscheiden.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
07. Veronica Fusaro – Alice (Schweiz)

Prognose: Der wichtigste Song im Wettbewerb. Veronica Fusaro thematisiert Gewalt an Frauen, was an sich schon einen Platz im Finale verdient hätte. Das Staging könnte allerdings zu sperrig und (nach technischen Problemen zu Beginn) zu unausgegoren sein.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
08. Antigoni – Jalla (Zypern)

Prognose: Der Beitrag von Antigoni ist genau das, was man von Zypern erwartet hat. Tanzbar, fröhlich und irgendwie nicht allzu deep. Dürfte ins Finale tanzen.
Chancen aufs Finale: 60 Prozent
09. Atvara – Ena (Lettland)

Prognose: Der lettische Song braucht ein bisschen, bis sich die Schönheit entfaltet. Ob die drei Minuten im Halbfinale da ausreichen? Es wäre zu hoffen, ist aber auch irgendwie fraglich. Steht auf der Kippe.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
10. Sören Torpegaard Lund – För Vi Går Hjem (Dänemark)

Prognose: Sören Torpegaard Lund macht es wie im Vorentscheid – mit Box, Tanz und Intensität. Damit könnte er tatsächlich Finnland im Kampf um den Sieg gefährlich werden. Der Finaleinzug ist jedenfalls Formsache.
Chancen aufs Finale: 95 Prozent
11. Delta Goodrem – Eclipse (Australien)

Prognose: Gemeinsam mit Linda Lampenius ist Delta Goodrem der größte Star im Feld der ESC-Teilnehmenden. Sie lässt nichts anbrennen und legt eine tolle Show hin, Gold-Finale inklusive. Das darf sie im Finale noch mal tun – auch wenn den Sieg dort womöglich andere unter sich ausmachen.
Chancen aufs Finale: 90 Prozent
12. LELÉKA — Ridnym (Ukraine)

Prognose: Lelékas Auftritt ist sehr berührend – auch dank der Bandura, die sie auf der Bühne begleitet. Vielleicht kein Siegerbeitrag, aber auf jeden Fall finalwürdig.
Chancen aufs Finale: 80 Prozent
13. Alis – Nan (Albanien)

Prognose: Der Auftritt von Alis hat sich seit dem Vorentscheid deutlich verändert – und zwar zum Positiven. Ob das für das Finale reicht? Er wird mit einigen anderen bangen müssen.
Chancen aufs Finale: 50 Prozent
14. Aidan – Bella (Malta)

Prognose: Aidan hatte sich zwischenzeitlich zum Geheimtipp des diesjährigen Eurovision Song Contest gemausert. Zum etwas altbackenen Song gibt es nun aber eine Inszenierung, die nicht komplett aufgeht. Das Ticket für das Finale sollte trotzdem gebucht sein.
Chancen aufs Finale: 70 Prozent
15. Jonas Lovv – Ya Ya Ya (Norwegen)

Prognose: „Ya Ya Ya“ ist kein sonderlich sympathischer Song, aber Jonas Lovv wirft in der Performance alles rein. Das könnte reichen, um am Samstag in die zweite Runde zu gehen.
Chancen aufs Finale: 60 Prozent
Am Dienstag hatten sich im ersten Halbfinale bereits zehn Länder qualifiziert: Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Kroatien, Litauen und Polen. Ausgeschieden sind dagegen San Marino, Portugal, Estland, Georgien und Montenegro.
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Fotos: Corinne Cumming/EBU, Sarah Louise Bennett/EBU, Alma Bengtson/EBU
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