Im Mai 2026 findet der Eurovision Song Contest in Wien statt. Wir geben einen Überblick über alle Acts, die dabei sein werden.
Nach dem Sieg von JJ mit „Wasted Love“ beim ESC 2025 in Basel trägt Österreich den Wettbewerb im Jahr 2026 aus. Gastgeberstadt ist Wien. Am 12. und 14. Mai finden die Halbfinals statt, das große Finale dann am 16. Mai.
Israel darf am ESC 2026 teilnehmen
Insgesamt 35 Länder werden am Eurovision Song Contest 2026 teilnehmen. Die European Broadcasting Union (EBU) hat die komplette Liste am 15. Dezember 2025 veröffentlicht.
Anfang Dezember wurden in der einer EBU-Generalversammlung die Weichen für den ESC 2026 gestellt. Dabei wurde indirekt auch beschlossen, dass Israel am Wettbewerb teilnehmen darf. Daraufhin zogen die Niederlande, Irland, Spanien, Slowenien und Island ihre Teilnahme in Wien zurück.
Dagegen hatten schon zuvor drei Länder ihre Rückkehr angekündigt, die in den vergangenen Jahren nicht dabei waren: So werden Bulgarien, Rumänien und Moldau beim ESC 2026 wieder am Start sein.
Für Deutschland ist beim ESC nun der SWR zuständig
In Deutschland hat die Federführung für den ESC gewechselt: Der SWR hat für 2026 vom NDR übernommen. Der deutsche Act für Wien wurde am 28. Februar in der Show „Das Deutsche Finale 2026“ (20.15 Uhr in der ARD) gesucht.
Zahlreiche Länder setzten bei ihrer Auswahl der ESC-Künstler und -Künstlerinnen auf Vorentscheide, bei anderen fiel die Entscheidung intern.
Hier sind alle Künstler und Künstlerinnen, die beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien an den Start gehen werden, im Überblick.
Albanien: Alis

Alis Kallaci hat sich in Albanien durch den Sieg bei der Castingshow „X Factor“ 2024 einen Namen gemacht. Im Dezember gewann er das Festivali I Kenges 2025 mit dem Song „Nan“, der sowohl beim Publikum als auch bei der Jury die meisten Punkte holte. Damit ist er nun auch Albaniens Act für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien.
Armenien: Simón

Armenien ließ sich am längsten Zeit und präsentierte seinen Künstler für Wien erst kurz vor Ende der Deadline. Intern war die Wahl auf Simón gefallen. In seiner Heimat ist er vor allem auch als Tänzer bekannt. Bereits im vergangenen Jahr hoffte er auf eine Teilnahme am Eurovision Song Contest, wurde im Vorentscheid allerdings nur Zweiter. An seinem Song für Wien, der „Paloma Rumba“ heißt, hat sogar Sängerin Rosa Linn mitgeschrieben, die 2022 nach dem ESC mit „Snap!“ große Erfolge gefeiert hatte.
Aserbaidschan: Jiva

Jamila Hashimova nennt sich Jiva und hat das aserbaidschanische Ticket für Wien ergattert. Ihre Karriere hatte sie bereits 2003 gestartet und im vergangenen Jahr die Sendung „The Voice“ gewonnen. Ihre bisherigen Songs sind den Genres Pop, Dance und R&B zuzuordnen, sie singt auf Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch. Der Sender İctimai Television wählte sie intern aus, ihr Track heißt „Just Go“.
Australien: Delta Goodrem

Delta Goodrem ist in ihrer Heimat Australien ein Star – und auch in Europa hat sie schon mächtig Eindruck hinterlassen. Zu Beginn der Nullerjahre feierte sie mit Songs wie „Lost Without You“ große Erfolge. 2026 wurde sie vom Sender SBS intern ausgewählt, Australien in Wien zu vertreten. Das wird sie mit dem Song „Eclipse“ tun.
Belgien: Essyla

Der belgische Sender RTBF hat seine Wahl für Wien intern getroffen und sich für Sängerin Essyla entschieden. Sie kommt aus Perwez und schaffte es einst in das Finale der Show „The Voice“. Ihr Lied für den ESC heißt „Dancing On The Ice“.
Bulgarien: Dara

Dara wurde Ende Januar vom bulgarischen Publikum und einer Fachjury zum Act für den ESC 2026 gewählt. Ihr Song folge allerdings erst später: In einer Show am 28. Februar wurde er ausgesucht – es wurde „Bangaranga“.
Deutschland: Sarah Engels

Der vom SWR organisierte Vorentscheid „Das Deutsche Finale“ ging am 28. Februar über die Bühne. Und fand seine Siegerin schließlich mit Sarah Engels. Die 33-Jährige überzeugte mit „Fire“ zunächst eine Fachjury und dann das Publikum. Sie wurde in Deutschland einst durch ihre Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2011 bekannt.
Dänemark: Sören Torpegaard Lund

Sören Torpegaard Lund konnte sich seine Teilnahme am ESC 2026 durch den Sieg im heimischen Vorentscheid sichern: Er gewann den Dansk Melodi Grand Prix 2026 mit dem Song „För Vi Går Hjem“ und setzte sich dabei unter anderem gegen Sissal durch, die Dänemark im Vorjahr in Basel vertreten hatte. Sören Torpegaard Lund hatte es selbst auch schon einmal versucht und 2023 erfolglos am DMGP teilgenommen.
Estland: Vanilla Ninja

Estland schickt eine bekannte Band nach Wien: Vanilla Ninja haben den Vorentscheid Eesti Laul 2026 mit ihrem Song „Too Epic To Be True“ gewonnen, den sie nun auch auf die große ESC-Bühne bringen dürfen. Dort stand das Trio schon einmal: 2005 waren sie für die Schweiz angetreten und hatten es sogar in die Top Ten geschafft.
Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen

Linda Lampenius & Pete Parkkonen haben schon vor dem eigentlichen Vorentscheid in Finnland mit ihrem Song „Liekinheitin“ Millionen Streams gesammelt. Ihr Sieg beim UMK Ende Februar war somit keine Überraschung mehr. Linda Lampenius ist Geigerin, Pete Parkkonen Sänger – und genau diese beiden Talente werfen beide nun in Wien in die Waagschale.
Frankreich: Monroe

Sängerin Monroe ist erst 17 Jahre alt. Sie hat im vergangenen Jahr eine Talentshow in Frankreich gewonnen und wurde dadurch bekannt. France Télévisions wählte sie intern aus, das Land beim ESC zu vertreten. Der Song heißt „Regarde !“.
Georgien: Bzikebi

Bzikebi sind Giorgi Shiolashvili, Mariam Tatulashvili und Mariam Kikuashvili. Sie haben eine ganz besondere ESC-Historie: 2008 gewann das Trio im Kindesalter den Junior Eurovision Song Contest für Georgien in Bienen-Kostümen mit dem Lied „Bzzz“. Vom georgischen Sender GPB wurden die drei nun intern ausgewählt, 2026 zum großen ESC zu fahren. Ihr Song für Wien lässt allerdings noch auf sich warten.
Griechenland: Akylas

28 Song waren im Rennen um das griechische ESC-Ticket, seiner hat am meisten überzeugt: Akylas gewann Griechenlands Vorentscheid mit dem Song „Ferto“. Zuvor hatte er sich unter anderem durch Cover auf TikTok einen Namen gemacht.
Großbritannien: Look Mum No Computer

Hinter dem Projekt Look Mum No Computer steckt der Künstler Sam James Bartle. Er spielte einst in einer Indie-Band, bevor er mit seinem ganz speziellen Sound als Solo-Act erfolgreich wurde. Und das vor allem auf Social Media, wo er über 85 Millionen Aufrufe auf seine Musikvideos einheimsen konnte. Für die britische BBC war das Grund genug, ihn zum diesjährigen ESC-Act für UK zu machen. Sein Song für Wien hat einen deutschen Titel: „Eins, zwei, drei“.
Israel: Noam Bettan

Israel hat seinen ESC-Act auch dieses Mal im Rahmen der Talentshow „Hakohav Haba“ gesucht. Sieger Noam Bettan gewann und darf das Land somit auch auf der Bühne in Wien vertreten. Der Sänger ist 27 Jahre alt und hat 2023 sein Debüt-Album veröffentlicht. Sein Song für Wien wurde Anfang März vorgestellt – er heißt „Michelle“.
Italien: Sal Da Vinci

In Italien darf der Gewinner des Sanremo-Festivals zum ESC. Nachdem Olly im vergangenen Jahr noch auf sein Startrecht verzichtet hatte, hat der Sieger dieses Mal sofort zugesagt: Sal Da Vinci wird das Land in Wien mit dem Song „Per Sempre Si“ vertreten. Der 56-Jährige wurde in New York geboren. Er hat 2009 schonmal am Sanremo teilgenommen und den dritten Platz erreicht. Sal Da Vinci ist nicht nur Sänger, sondern auch Schauspieler – genau wie es sein Vater Mario Da Vinci war.
Kroatien: Lelek

24 Acts haben sich im kroatischen Vorentscheid Dora versucht, am Ende gewann die Band Lelek den Wettbewerb. Die fünf Musikerinnen hatten bereits im vergangenen Jahr versucht, das ESC-Ticket zu ergattern. Nun werden Inka Vecerina Perusic, Judita Storga, Korina Olivia Rogic, Lara Brtan und Marina Ramljak mit ihrer Ethno-Pop-Nummer „Andromeda“ in Wien dabei sein.
Lettland: Atvara

Atvara heißt die Sängerin, die im Mai in Wien die lettische Fahne hochhalten soll. Möglich gemacht hat das ihr Sieg im Vorentscheid Supernova mit dem Song „Ena“. Atvara hat sich einst auf TikTok einen Namen gemacht und war sogar bereits als Moderatorin im Einsatz.
Litauen: Lion Ceccah

Vierzig Songs waren beim litauischen Vorentscheid „EUROVIZIJA.LT“ im Rennen, über mehrere Wochen wurde ausgesiebt. Gewonnen hat schließlich Tomas Alencikas, der sich auf der Bühne Lion Ceccah nennt und im vergangenen Jahr noch Zweiter hinter der Band Katarsis geworden war. In Litauen ist er vor allem auch als Drag-Artist bekannt. Sein Beitrag für Wien heißt „Sólo Quiero Más“.
Luxemburg: Eva Marija

Seit dem Comeback 2024 sucht Luxemburg seinen ESC-Act im Vorentscheid „Luxembourg Song Contest“. Im Januar 2026 konnte sich dabei Eva Marija mit ihrem Song „Mother Nature“ den Sieg sichern. Sie ist 20 Jahre alt, in Luxemburg geboren und aufgewachsen und studiert aktuell in London. Sie ist großer Fan von Alexander Rybak – und nutzt wie ihr Vorbild in ihrem ESC-Lied eine Geige.
Malta: Aidan

Malte suchte seinen Act für Wien in einem Vorentscheid – und fand ihn in Person von Sänger Aidan. Der setzte sich beim „Malta Eurovision Song Contest 2026“ mit seinem Song „Bella“ gegen elf andere Beiträge durch. Aidan wäre übrigens bereits 2022 beinahe zum ESC gefahren – damals wurde er im heimischen Vorentscheid Zweiter.
bleistiftrocker.de-Videointerview mit Aidan (auf Englisch):
Moldau: Satoshi

Am Finale des Vorentscheids „Selecția Națională 2026“ nahmen im Januar 16 Acts teil. Und einer stellte sie alle in den Schatten: Satoshi, der mit bürgerlichem Namen Vlad Sabajuc heißt, bekam von beiden Jurys und vom Publikum jeweils die Höchstpunktzahl für seinen Song „Viva, Moldova“, den er nun auch im Mai 2026 in Wien vortragen darf.
Montenegro: Tamara Zivkovic

Tamara Zivkovic wird Montenegro beim ESC in Wien vertreten. Das Ticket sicherte sie sich bereits im Dezember, als sie den Wettbewerb „Montesong 2025“ gewann und sich dabei gegen 14 andere Teilnehmende durchsetzte. Ihr Song heißt „Nova Zora“.
Norwegen: Jonas Lovy

Jonas Lovy ist in Norwegen als früherer Teilnehmer von „The Voice“ bekannt. In diesem Jahr nahm er am Vorentscheid Melodi Grand Prix teil – gemeinsam mit acht anderen Acts. Mit seinem Song „Ya Ya Ya“ gewann er und landete dabei unter anderem vor dem ESC-Sieger von 2009, Alexander Rybak.
Polen: Alicja

Alicja Szemplinska war schon einmal drauf und dran, Polen beim Eurovision Song Contest zu vertreten. 2020 hatte sie den Vorentscheid gewonnen, dann kam bekanntlich Corona und der ESC wurde abgesagt. Sechs Jahre später ist es soweit: Alicja bekommt ihre zweite Chance – die sie sich durch einen erneuten Sieg im polnischen Vorentscheid verdient hat. In Wien gibt es von ihr „Pray“ zu hören.
Portugal: Bandidos do Cante

Miguel Costa, Duarte Farias, Francisco Raposo, Luis Aleixo and Francisco Pestana bilden zusammen das Quintett Bandidos do Cante. Das hat Anfang März das portugiesische Festival da Cancao gewonnen, was gleichbedeutend mit dem Recht ist, das Land beim ESC vertreten zu dürfen. Bandidos do Cante werden das mit dem Song „Rosa“ tun.
Rumänien: Alexandra Capitanescu

Beim ESC-Comeback von Rumänien darf Alexandra Capitanescu das Land vertreten. Die Sängerin setzte sich im Vorentscheid „Selectia Nationala 2026“ durch. Besonderheit: Der Sieg wurde alleine durch eine Jury entschieden. In Rumänien ist Alexandra Capitanescu vor allem als „The Voice“-Gewinnerin von 2023 bekannt, der ihr auch dazu verhalf, in ihrem Land auf Tour gehen zu können.
San Marino: Senhit

San Marino schickt eine gute Bekannte zum ESC: Sängerin Senhit war bereits 2011 und 2021 dabei. In diesem Jahr holte sie sich das Ticket durch den Sieg beim Vorentscheid. Die 46-Jährige hat sich für ihren Song „Superstar“ Unterstützung von Boy George geholt. Ob er gemeinsam mit ihr auf der Eurovision-Bühne stehen wird, werden wir wohl erst in Wien erfahren.
Schweden: Felicia

Das schwedische Melodifestivalen 2026 war hochkarätig besetzt – doch sie hat alle anderen hinter sich gelassen: Sängerin Felicia Eriksson setzte sich mit dem Song „My System“ durch. Am Mello hatte sie 2024 noch als Fröken Snusk und mit einer Art Skimaske teilgenommen, nun ist ein medizinisch eher unbrauchbarer Mundschutz ihr Markenzeichen. Unter dem Namen Felicia hat sie erst vor wenigen Wochen ihre Debüt-EP veröffentlicht.
Schweiz: Veronica Fusaro

Die Schweiz hat sich intern für Sängerin Veronica Fusaro entschieden. Die 28-Jährige stammt aus Thun, lebt mittlerweile in Bern und macht Alternative Pop. Zuletzt hat sie im Oktober 2025 ihr Album „Looking For Connection“ veröffentlicht. Darauf war bereits ihr Song „Alice“ zu hören, der nun für den ESC noch mal eine besondere Version bekommen hat.
Serbien: Lavina

An der Show „Pesma za Evroviziju“ in Serbien nahmen 14 Acts teil – und eine Band gewann: Lavina setzte sich mit „Kraj Mene“ durch. Dabei konnte sie sowohl das Jury- als auch das Publikums-Voting für sich entscheiden. Die sechs Musiker kommen aus der Stadt Nis und sind im Genre Metal angesiedelt.
Tschechien: Daniel Zizka

Tschechien hat sich intern für Sänger Daniel Zizka entschieden. Der 23-Jährige gilt als eines der größten Musik-Talente des Landes, international lief er aber bisher unter dem Radar. Das soll sich beim Eurovision dank seines Tracks „Crossroads“ ändern.
Ukraine: LELÉKA

LELÉKA hat sich im ukrainischen Vorentscheid „Vidbir 2026“ unter anderem gegen die früheren ESC-Teilnehmerinnen Monokate und Jerry Heil durchgesetzt. Die Jazzsängerin ist 35 Jahre alt, lebt in Berlin und hat mit ihrer Band in den vergangenen Jahren zahlreiche Gigs in ganz Deutschland gespielt. Ihr Song für Wien heißt „Ridnym“.
Zypern: Antigoni

Wie schon im Jahr zuvor hat Zypern den Anfang gemacht und als erstes Land seinen Act für den kommenden ESC vorgestellt. Anfang November wurde bekannt, dass Sängerin Antigoni das Land in Wien vertreten wird – eine interne Auswahl. Antigoni Buxton, wie sie mit vollem Namen heißt, hat britische Wurzeln, sich in UK als Teilnehmerin einer Datingshow einen Namen gemacht und im Anschluss erfolgreich Musik veröffentlicht. Ihr Song für den ESC 2026 heißt „Jalla“ und wurde im Februar veröffentlicht.
Österreich: Cosmó

Cosmó (19) war der jüngste Act beim österreichischen Vorentscheid „Vienna Calling“. Mit Platz zwei bei der Fachjury und Platz eins beim Publikum holte er sich den Sieg und darf damit Österreich beim Heim-ESC vertreten. Sein Song heißt „Tanzschein“.
Weitere Informationen zum Eurovision Song Contest 2026
Podcast „Merci, Chérie“
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Fotos: EBU / eurovision.tv, Nikola Radisic, SRF / Nils Sandmeier, RTL Luxemburg, Saba, Martins Goldbergs, Ken Mürk, Ante Odak, Nelli Kenttä / Yle, NRK, Daniel Priess, Hana Knizova
bleistiftrocker.de-Recherche zum Thema Frauenfeindlichkeit beim ESC
