ALBUM-REVIEW: Panic! At The Disco – Pray For The Wicked

Auf die Tanzfläche, Baby! Panic! At The Disco versprühen mit ihrem neuen Album „Pray For The Wicked“ ordentlich Glamour.

Panic! At The Disco

Dafür verantwortlich ist Frontmann Brendon Urie, der aktuell übrigens auch das einzige offizielle Bandmitglied ist. Er war einige Monate als Musical-Darsteller am Broadway zu sehen. Und das scheint abgefärbt zu haben.

Die Single „High Hopes“ hat bereits angekündigt, was sich auf dem gesamten Album nahtlos fortsetzt: PATD liefern feinsten Glamrock, der auch gerne mal klingt, als würde er am liebsten in einer Zeitmaschine zurück in die Siebziger reisen wollen („Silver Lining“).

Bei „Say Amen (Saturday Night)“ wird dann sicherheitshalber noch mal der halbgare Wortwitz des Albumtitels erklärt: „I pray for the wicked on the weekend.“ Sonst geht die Euphorie auch gerne mal herrlich mit Urie durch („Roaring 20s“), „Dancing’s Not A Crime“ lehnt sich musikalisch dann mal verdächtig an „I Don’t Feel Like Dancing“ von den Scissor Sisters an.

Panic! At The Disco gönnen dem Album keinerlei Verschnaufpausen und powern zehn Songs lang durch. Nur ein letzter darf es dann doch etwas ruhiger angehen: „Dying in LA“ heißt die unerwartet melancholische Piano-Ballade, mit der das Album beschlossen wird.

„Pray For The Wicked ist mein Dankeschön an unsere Fans und war gleichzeitig das Album, das mir am meisten Spaß bereitet hat“, sagt Brendon Urie über sein neues Werk. Und den Spaß hört man „Pray For The Wicked“ tatsächlich in jedem Moment an.

 

Albuminfos Panic! At The Disco – Pray For The Wicked

Panic! At The Disco - Pray For The WickedKünstler: Panic! At The Disco
Albumname: Pray For The Wicked
VÖ: 22.06.2018
Label: DCD2
panicatthedisco.com

 

Fotos: Warner Music und Promo