35 Songs sind beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien zu hören. Die Schweiz schickt dabei einen mit ganz besonderer Botschaft ins Rennen.

Veronica Fusaro wird die Schweiz beim ESC 2026 vertreten. „Erfahren habe ich es am 21. Dezember. Dann durfte ich lange nichts sagen“, berichtete sie im Video-Interview mit bleistiftrocker.de. Ende Januar wurde es offiziell bekanntgegeben, ihr Song folgte allerdings erst im März.
„Alice“ kommt nicht selbst zu Wort
Dabei fiel die Wahl auf einen Track, der bereits auf ihrem aktuellen Album „Looking For Connection“ zu hören war – „Alice“. „Ich dachte nicht, dass dieser Song für den ESC ausgewählt wird“, so die Sängerin, die sich für die interne Auswahl ihres Landes mit allen Album-Tracks beworben hatte, die nicht vor dem Stichtag 1. September als Single zu hören waren.
Dass es ausgerechnet „Alice“ geworden ist, bringt nun eine ganz besondere Botschaft zum Eurovision Song Contest. „Das übergeordnete Thema ist Gewalt an Frauen“, so Veronica Fusaro. „‚Alice‘ erzählt die Geschichte einer Frau, die versucht, Grenzen zu ziehen, die aber nicht respektiert und überschritten werden.“ Besonderheit: Jene Alice kommt im Song kein einziges Mal selbst zu Wort. „Sie wird die ganze Zeit von einer anderen Person beschrieben und eben auch diktiert.“
Veronica Fusaro vor dem ESC auf Deutschland-Tour
Die Gewalt im Song ist subtil, ebenso wie im Video, in dem bei einer vermeintlich glücklichen Hochzeit immer wieder kleine Grenzüberschreitungen sichtbar werden. „Ich finde das Thema sehr präsent. Das habe ich selbst erfahren, auch im Freundeskreis. Ich laufe halt als Frau durch die Welt. Und wenn mich etwas beschäftigt, schreibe ich Songs darüber.“
Veronica Fusaro ist bereits seit rund einem Jahrzehnt in der Musikszene unterwegs, „Looking For Connection“ ist ihr zweites Album. Anfang April ist sie auf einer Deutschland-Tour unterwegs, die sie nach Bamberg (05.04.), Hamburg (06.04.), Berlin (07.04.) und Frankfurt (08.04.) führt. Danach geht es in die heiße ESC-Phase. „Ich gehe da einigermaßen entspannt ran. Der größte Druck, den ich verspüre, kommt von mir selbst. Ich möchte einfach wissen, dass ich habe mein Bestes gegeben habe.“
Das gesamte Video-Interview von bleistiftrocker.de mit Veronica Fusaro gibt es hier:
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Foto: SRF / Nils Sandmeier
