Am Dienstagabend steigt das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Wir analysieren die Final-Chancen der 15 Acts.
Am 12. Mai um 21 Uhr kämpfen 15 Länder um 10 Startplätze im großen Finale des ESC in Wien. Hier ist unsere Prognose.
01. Satoshi – Viva, Moldova! (Moldau)

Prognose: Ein energiegeladener Start in die Show. Textlich schlicht und musikalisch eher Ballermann, aber sorgt für viel Spaß und sollte den Finaleinzug locker packen.
Chancen aufs Finale: 80 Prozent
02. Felicia – My System (Schweden)

Prognose: Schweden ist gewohnt gut, wenn auch dieses Mal nicht überragend. Felicia liefert eine Popnummer mit Mundschutz als Markenzeichen, dazu gibt es sogar eine Laser-Choreo. Die darf sie am Samstag dann wohl noch mal zeigen.
Chancen aufs Finale: 70 Prozent
03. Lelek – Andromeda (Kroatien)

Prognose: Fünf spannende Stimmen mit einem spannenden Song. In der Probe sah das, was sie aufführen, sehr überzeugend aus. Dürfte reichen.
Chancen aufs Finale: 70 Prozent
04. Akylas – Ferto (Griechenland)

Prognose: Der quirlige Grieche dürfte sich zum Televoting-Liebling aufschwingen, seine Show bietet viel Spaß und gleich mehrere Überraschungen. Finaleinzug Formsache.
Chancen aufs Finale: 100 Prozent
05. Bandidos do Cante – Rosa (Portugal)

Prognose: Fünf unspektakuläre Sänger mit einem langweiligen Song. Ist auf eine gewisse Art sympathisch, wird das Halbfinale aber nicht überstehen.
Chancen aufs Finale: 20 Prozent
06. Bzikebi – On Replay (Georgien)

Prognose: Die früheren Junior-ESC-Sieger haben es also auf die große Bühne geschafft. Ihr Auftritt wirkt allerdings wenig überzeugend und auch die Bienen-Referenz ihrer Outfit ist eher was für ESC-Insider. Finale wird wahrscheinlich nichts.
Chancen aufs Finale: 20 Prozent
07. Linda Lampenius x Pete Parkkonen – Liekinheitin (Finnland)

Prognose: Die großen Favoriten liefern ab. Wie schon beim Vorentscheid brennt die Bühne und auch Pete und Linda selbst liefern ein musikalisches Feuerwerk. Da geht nichts schief.
Chancen aufs Finale: 100 Prozent
08. Tamara Živković — Nova Zora (Montenegro)

Prognose: Tamara Zivkovic bringt viel Power auf die ESC-Bühne – und einen Song mit wichtiger Message. Es wird schwer, aber eine Chance besteht, dass es Montenegro tatsächlich zum ersten Mal seit 2015 wieder ins Finale schafft.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
09. Vanilla Ninja – Too Epic To Be True (Estland)

Prognose: Die runderneuerten Vanilla Ninja sind mit ihrem Sound irgendwo um die Jahrtausendwende steckengeblieben. Sympathischer Auftritt, aber keineswegs ein finalwürdiger Song.
Chancen aufs Finale: 20 Prozent
10. Noam Bettan – Michelle (Israel)

Prognose: Sprachenmix und ein Sänger, der vor hüftwackelnden Frauen steht – der israelische Beitrag ist dieses Mal eine Herausforderung. Fürs Finale wird das dennoch reichen. Auch, aber nicht nur wegen vieler Punkte im Televoting.
Chancen aufs Finale: 90 Prozent
11. Essyla – Dancing On The Ice (Belgien)

Prognose: Essyla versucht es mit vielen spannenden Bühnen-Elementen und Wow-Shots. Doch leider ist er Song zu zahnlose, weshalb das Finale womöglich ohne sie stattfinden wird.
Chancen aufs Finale: 40 Prozent
12. Lion Ceccah – Sólo Quiero Más (Litauen)

Prognose: Ein Hingucker ist Lion Ceccah auf jeden Fall. Der Sänger ist charismatisch, was man von seinem Lied allerdings eher nicht behaupten kann. Die Performance könnte ihm trotzdem das Ticket für Samstag sichern.
Chancen aufs Finale: 60 Prozent
13. Senhit feat. Boy George – Superstar (San Marino)

Prognose: Und dann steht tatsächlich Boy George auf der ESC-Bühne. Ob das Senhit und San Marino auf dem Weg ins Finale helfen wird? Eher nicht. Dafür ist „Superstar“ dann doch nicht gut genug. Eigentlich schade um einen bunten Auftritt.
Chancen aufs Finale: 20 Prozent
14. Alicja – Pray (Polen)

Prognose: Alicja hätte Polen bereits 2020 vertreten sollen, die Corona-Pandemie verhinderte ihren Auftritt. Den bekommt sie nun. Eindrucksvoll ist vor allem ihr Gesang, was Hoffnung auf ein Finalticket machen könnte.
Chancen aufs Finale: 50 Prozent
15. Lavina – Kraj Mene (Serbien)

Prognose: Und zum Schluss eine Runde Metal! Lavina sind im Feld eigenständig genug, um die Finalqualifikation anpeilen zu können.
Chancen aufs Finale: 80 Prozent
Auch Sarah Engels tritt im ersten Halbfinale auf
Im ersten Halbfinale wird auch die deutsche Teilnehmerin Sarah Engels zu sehen sein und mit ihrem Song „Fire“ auftreten. Allerdings außer Konkurrenz, denn sie ist bereits für das Finale vorqualifiziert. Das gilt auch für Sal Da Vinci aus Italien, der mit „Per Sempre Si“ auf der Bühne stehen wird. Beides Länder gehören zu den sogenannten Big Four, den größten Geldgebern des Wettbewerbs. Die anderen beiden sind Großbritannien und Frankreich, die genauso wie Gastgeber Österreich im zweiten Halbfinale am Donnerstag ihre Auftritte haben werden.
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Fotos: Corinne Cumming/EBU, Sarah Louise Bennett/EBU, Alma Bengtson/EBU
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