Bodine Monet: „Ich werde euch in meine Geschichte mitnehmen“

Sängerin Bodine Monet ist mit ihrem Song „Tears Like Rain“ beim deutschen ESC-Vorentscheid dabei. Wir haben uns vorab mit ihr per Zoom unterhalten.

Bodine Monet, Das deutsche Finale, Eurovision

Im Interview mit bleistiftrocker.de spricht Bodine Monet unter anderem über ihren Song „Tears Like Rain“, ihre Verbindung zu Deutschland und ihre TV-Erfahrung.

 

bleistiftrocker.de: Worum geht es in deinem Song „Tears Like Rain“?

Bodine Monet: „Tears Like Rain“ handelt davon, Kraft aus einer negativen Situation zu schöpfen und sich nach dem Schmerz wieder glücklich zu fühlen. Für mich geht es um eine toxische Beziehung, die ich hinter mir lasse. Ich habe viele Tränen vergossen und an mir selbst gezweifelt. Der Song könnte andere Menschen inspirieren, die durch schwierige Zeiten gehen. Meine Botschaft ist: Wähle dein eigenes Glück.

Wie ist der Song zu dir gekommen?

Ich habe in diesem Jahr an Eurovision-Writingcamps teilgenommen. So habe ich Pele, den Produzenten von „Tears Like Rain“, getroffen. Ich hatte sofort eine Verbindung mit Pele und dem Song. Wir haben den Song dann in der Schweiz fertiggestellt und nach meinem Sound und Gefühl verändert. Denn ich singe nur Lieder, wenn ich eine emotionale Verbindung dazu habe. Und ich habe eine starke Verbindung mit „Tears Like Rain“.

Du kommst eigentlich aus den Niederlanden. Welche Verbindung hast du zu Deutschland?

Mein Vater ist Pilot und war 20 Jahre in Frankfurt stationiert. Und ich wohne in Zandvoort, wohin viele Deutsche kommen. Ich hatte immer die deutsche Sprache um mich herum. Und ich studiere jetzt am Konservatorium und bewerbe mich dieses Jahr für einen Austausch nach Berlin, um dort Musik zu studieren, zu arbeiten und zu wohnen. Ich liebe Deutschland. Ich liebe die Leute, weil sie sehr positiv und unterstützend mir und meiner Musik gegenüber sind.

Hattest du denn auch mal überlegt, dich für die Niederlande für den ESC zu bewerben?

Ich habe darüber nachgedacht. Aber ich möchte in Berlin wohnen, arbeiten und studieren. Und ich denke, dass der deutsche Markt vielleicht besser zu mir passt. Deshalb habe ich es nicht in den Niederlanden versucht.

In der App „My Eurovision Scoreboard“, in der Fans ihre Favoriten der Vorentscheide auswählen können, bist du für Das Deutsche Finale aktuell auf Platz eins. Wie ist das für dich?

Wow, das ist wirklich besonders. Ich hatte nicht erwartet, so viele positive Reaktionen zu bekommen. Das bedeutet mir wirklich viel. Ich werde mein Bestes geben.

Fühlt sich das auch wie Druck an?

Nicht so viel. Aber ich bin sehr stolz und glücklich, diese Unterstützung zu haben.

Schaust du dir denn auch Reaction Videos von ESC-Fans auf „Tears Like Rain“ an?

Gerade vor diesem Interview habe ich mir ein Reaction-Video angeschaut. Es ist so besonders, dass die Leute so positiv auf mich reagieren. Das freut mich wirklich sehr.

Du hattest neulich deinen ersten Auftritt mit „Tears Like Rain“ im niederländischen Fernsehen. Wie war das für dich?

Es war sehr gut. Die Performance war nicht, wie ich sie im Vorentscheid machen möchte. Das war ein kleineres Set-up mit der Band. Es war eine gute Erfahrung, aber es wird ein Unterschied wie Tag und Nacht sein, wie es beim deutschen Finale aussehen wird.

Kannst du denn schon was über deine Bühnenshow verraten?

Ich möchte auf der Bühne gerne bei mir selbst bleiben. Ich kann verraten, dass es ein cooles Bühnenbild geben wird. Ich werde euch in meine eigenen Geschichte mitnehmen. Und am Ende gibt es einen Höhepunkt – aber sonst bleibt es noch eine Überraschung.

Was bedeutet dir der Eurovision Song Contest?

Als kleines Mädchen haben ich den ESC immer mit meiner Familie angeschaut. Ich habe eine große Begeisterung für den ESC und ich bin ein großer Fan von diesem Format. Es ist eine Bühne, auf der man man selbst sein kann. Jeder ist anders und das ist gut. Ich finde es sehr schön, dass alle Länder zusammenkommen.

Hast du einen Lieblings-ESC-Moment?

Ich habe viele. Als Lena gewonnen hat. Und Duncan Laurence für die Niederlande. Und Loreen. Ich habe ihnen die Daumen gedrückt und auch für sie abgestimmt.

Du hattest schon TV-Auftritte und warst ja auch bei „The Voice Kids“. Hilft dir das jetzt für den Vorentscheid?

Ich habe seit meinem zwölften Lebensjahr den Druck gespürt auf einer großen Bühne mit vielen Kameras im Fernsehen, vor einem großen Publikum. Deshalb bin ich nicht nervös, weil ich es schon kenne. Ich kann es genießen.

Kennst du eigentlich welche der anderen Acts aus dem deutschen Vorentscheid?

Ja. Ich habe Daniel getroffen, also NinetyNine, und Galant. Und ich habe online mit Isaak und Leona gesprochen.

 

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Foto: NDR/Sophie van Hasselt

 

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Offiziell: Diese Acts nehmen am deutschen ESC-Vorentscheid 2024 teil