ALBUM-REVIEW: The Kooks – Let’s Go Sunshine

Die größten Zeiten der Kooks sind vorbei. Zumindest hätte man das bis vor kurzem gedacht, vor allem, nachdem 2017 ein Best-Of-Album erschienen war. Doch jetzt erfinden sie sich zumindest ein Stück weit neu.

The Kooks

Denn das, was uns das Quartett besonders zu Beginn von „Let’s Go Sunshine“ um die Ohren haut, ist absolut hörenswert. „Kids“ ist einfach starker, melodischer Pop.

In die gleiche Kerbe schlägt „All The Time“, das Highlight des Albums. Zwar ist der Song auch das, was man im Englischen so hübsch als „cheesy“ bezeichnet – sehr einfach, musikalisch wie textlich. „I want you! You! Just don’t ask why!“, singt Luke Pritchard und man hinterfragt dann auch nicht mehr, sondern stürmt einfach die Tanzfläche.

Eine Schwäche von „Let’s Go Sunshine“ ist die Länge des Albums. The Kooks haben 15 Songs draufgepackt, einige von ihnen ziehen das Niveau, das sie vor allem am Anfang haben, etwas runter.

Einige dieser Songs haben immerhin herzerwärmende Geschichten. So ist „Swing Low“ beispielsweise gegen Mobber gerichtet – und gegen jene, deren Fußballteam immer verliert, so Pritchard. „Honey Bee“ passt auch so gar nicht aufs Album, stammt aber vom Vater des Sängers, der schon vor vielen Jahren verstorben ist. Das muss man wissen, sonst ist man von diesen Stücken eher enttäuscht und sie ziehen das Album unnötig in die Länge.

Aber: The Kooks standen im Sommer sogar als Vorband der Rolling Stones auf der Bühne. Ihre großen Zeiten sind also wohl doch noch nicht vorbei.

 

Albuminfos The Kooks – Let’s Go Sunshine

The Kooks - Let's Go SunshineKünstler: The Kooks
Albumname: Let’s Go Sunshine
VÖ: 31.08.2018
Label: Lonely Cat / AWAL Recordings
thekooks.com

 

Fotos: Andrew Whitton und Promo

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