21. Juli 2020

SCHNELLDURCHLAUF (298): Ellie Goulding, Courtney Marie Andrews, Kristian Kostov

In der losen Rubrik “Schnelldurchlauf” werden aktuelle Alben unter die Lupe genommen und in einigen Sätzen rezensiert. Dieses Mal mit zweigeteiltem Pop von Ellie Goulding, einem Trennungsalbum von Courtney Marie Andrews und einer weiteren EP von Kristian Kostov.

 

Ellie Goulding - Brightest BlueKünstler: Ellie Goulding
Albumname: Brightest Blue
VÖ: 17.07.2020

Ellie Goulding ist inzwischen seit gut zehn Jahren dick im Popgeschäft. Ihr neues Album “Brightest Blue” ist zweigeteilt: Songs, die sie alleine geschrieben und produziert hat, und Songs, die aus Kollaborationen mit anderen Künstlern entstanden sind. Letztere sind ein bisschen aufregender als der Radiopop, der mal gefällig (“Love I’m Given”) und mal eher ziellos (“New Heights”) wirkt. Goulding setzt sich übrigens auch für die Umwelt ein – die “Brightest Blue”-Produkte sind aus recyceltem Material hergestellt und in erneuerbaren Verpackungen auf pflanzlicher Basis. Streamer und Downloader lässt diese Info wahrscheinlich noch ratloser zurück als die Musik.

 

Courtney Marie Andrews - Old FlowersKünstler: Courtney Marie Andrews
Albumname: Old Flowers
VÖ: 24.07.2020

“Old Flowers” ist nicht das erste Album der amerikanischen Sängerin Courtney Marie Andrews, aber es hat die wohl eindringlichste Geschichte: Es handelt von der Trennung nach neun Jahren Beziehung, die Andrews im vergangenen Jahr hinter sich hatte und verarbeiten musste. Entsprechend traurig ist die Grundstimmung des Albums und man glaubt ihr sofort, wenn sie sagt, sie habe während der Entstehung zu viel Wein getrunken. Sehr berührend und ehrlich.

 

Kristian Kostov - Mood [EP]Künstler: Kristian Kostov
Albumname: Mood [EP]
VÖ: 10.07.2020

Kristian Kostov hat 2017 als 17-Jähriger das bislang beste Ergebnis Bulgariens beim Eurovision Song Contest geholt – Platz zwei mit dem Song “Beautiful Mess”. Seitdem versucht der in Russland geborene Sänger, sich im Popgeschäft zu etablieren, “Mood” ist seine dritte EP. Er gibt sich androgyn und verhuscht, die Musik ist modern und poppig. An Wiedererkennungswert fehlt es dem Sound ein bisschen, aber das Talent ist deutlich hörbar. Obwohl man sich dann doch ein bisschen alt fühlt, wenn er sich in “Take Me Back” sehnsuchtsvoll zurück in den Sommer 2016 wünscht.

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