ALBUM-REVIEW: Milow – Nice To Meet You

„Nice To Meet You“ – welch freundliche Ausstrahlung, die schon alleine der Titel des neuen Albums von Milow hat.

Milow

Musikalisch war der Belgier schon immer nett und radiotauglich unterwegs. Und warum sollte er das ändern? Eben.

„DeLorean“ zeigt dabei, dass es eine weitere Dimension gibt, auf die man zwar gerne verzichtet hätte, die Milow aber perfekt zu nutzen weiß: Sie fängt das Gefühl ein, nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen wieder loszufahren und Dinge zu erleben. So ist dann auch „ASAP“ eine liebe Hymne an die Freundschaft, selbst wenn der Titel wie eine anstrengende Mail des Chefs klingt.

„Whatever It Takes“ ist der klassische Pophit, den es vom Sänger bislang zuverlässig immer wieder gegeben hat. Die Stimmung ist aufgeweckt, gar aufgekratzt, und verliebt.

Gute Songs in der Überzahl

Der Titeltrack ist dann so warm und versöhnlich, dass man sich von Milow umarmt und empowert fühlt – obwohl am Ende klar wird, dass der Song von einem Vater für sein Kind gesungen wird. Sehr verspielt wird es später bei „Donkey Kong“ mit witziger Hookline und „Doc Doc Doctor“ – auf „Nice To Meet You“ passiert also insgesamt viel Spannendes, nur auf den Popbarden kann man den 40-Jährigen hier keineswegs reduzieren. Da verzeiht man ihm auch, dass das Album zwischendrin mal kurz durchsackt – die guten Tracks sind schließlich deutlich in der Überzahl.

Und ganz zum Schluss gibt es noch ein besonderes Lied. „Oscar“ singt Milow zur Akustik-Gitarre über seinen verstorbenen Schlagzeuger. Oscar Kraal war 2021 an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben – sein Freund hat hier eine wunderbare Hommage an ihn aufgenommen.

 

Albuminfos Milow – Nice To Meet You

Milow - Nice To Meet YouKünstler: Milow
Albumname: Nice To Meet You
VÖ: 20.05.2022
Label: Homerun Records
milow.com

 

Fotos: Sanja Marusic und Promo

 

„Nice To Meet You“ von Milow kaufen

One Comment on “ALBUM-REVIEW: Milow – Nice To Meet You”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.