ALBUM-REVIEW: Poets Of The Fall – Ghostlight

Weiter, immer weiter: Poets Of The Fall haben ihr neuntes Studio-Album veröffentlicht. Und dabei an der ein oder anderen Stelle mal ein bisschen Schwung rausgenommen.

Poets Of The Fall

Denn es fällt insgesamt auf, dass die finnische Band dieses Mal recht viele Balladen eingebaut hat. Sie sind auf „Ghostlight“ im Prinzip sogar in der Überzahl.

Das rockige Grundgerüst bleibt aber natürlich. Die Single „Requiem For My Harlequin“ ist da ein gutes Beispiel, denn sie arbeitet sich bis hin zu einem hymnischen Refrain, wird aber zum Ende hin etwas ruhiger und beliebiger. Überhaupt sind alle Tracks recht lang, zu lang, um als Single wirklich durchstarten zu können.

Den ruhigeren Stücken hilft es allerdings, sich langsam aufbauen zu können. „Heroes And Villains“ ist eine starke Ballade – sogar die beste auf „Ghostlight“. Songs wie „Lust For Life“ kriegen wenigstens ein gutes Gitarrensolo am Ende ab, um nicht komplett zu versanden.

Die Wärme, die die Poets Of The Fall schon immer auf eine gewisse Art versprüht haben, ist weiterhin da – „Weaver Of Dreams“ belegt das vor allem durch die sanfte Rockstimme von Sänger Marko Saaresto, die in den nun fast 20 Bandjahren natürlich ein bisschen reifer geworden ist.

Dass „Ghostlight“ auch mit zwei eher bedächtigen Tracks endet, verwundert dann auch nicht mehr. Insgesamt agiert die Band wie mit angezogener Handbremse, obwohl auch die ruhigen Tönen durchaus zu gefallen wissen. Ein bisschen mehr kernige Rockmusik hätte diesem Album allerdings sicher nicht geschadet.

 

Albuminfos Poets Of The Fall – Ghostlight

Poets Of The Fall - GhostlightKünstler: Poets Of The Fall
Albumname: Ghostlight
VÖ: 29.04.2022
Label: Insomniac Oy
poetsofthefall.com

 

Fotos: Tiia Öhman und Promo

 

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