14. Juni 2021

CD-REVIEW: Garbage – No Gods No Masters

Mit “The Men Who Rule The World” haben Garbage stark vorgelegt. Diese Qualität können sie mit ihrem Album “No Gods No Masters” aber leider nicht bestätigen.

Garbage

Die Single, die Ende März schon den Longplayer ankündigte, hatte alles: Wut, Anklage, Power. “Wir wussten, dass dies der Lead-Track sein musste”, sagt Drummer Butch Vig. Und das ist er ganz sicher. Denn leider kommt danach nicht mehr viel.

Elf Tracks sind es insgesamt auf der normalen Album-Version. Herrlich dreckig geht es immer wieder zu – immerhin. “Wolves” ist so ein klassisches Stück der Band, denn es ist treibend und mit kreischenden Gitarren, ohne aber wirklich zu überragen.

“Waiting For God”, für die Band selbst der wichtigste Song des Albums, ist nervös und stark und behandelt die “Black Lives Matter”-Bewegung. Denn, und das muss man Garbage lassen: “No Gods No Masters” strotzt vor sozial aufgeladenen Songs und Texten. “Es ist unser Versuch, einen Sinn darin zu finden, wie irre und verrückt die Welt geworden ist und in welch unglaublichem Chaos wir uns befinden”, so Frontfrau Shirley Manson, über die sich auch auf dem siebten Studio-Album natürlich wieder alles definiert.



“Uncomfortably Me” beschreibt den ewigen Kampf gegen sich selbst, “A Woman Destroyed” ist düster, bedrohlich und von einer gewissen Rachlust durchzogen.

Das alles sind durchaus gute Zutaten, aber der Funke springt bei “No Gods No Masters” einfach nicht endgültig über. Trotz der vor allem inhaltlichen Veränderungen ist es doch wie beim Album “Strange Little Birds” von 2016: Die Songs sind zumeist leider nur Durchschnitt.

Eine lobende Erwähnung verdient allerdings die Deluxe-Version des Albums: Sie enthält einige Bonus Tracks, darunter auch die Cover-Versionen von Bowies “Starman” und Springsteens “Because The Night”. Und es ist durchaus hörenswert, was Garbage daraus gemacht haben.

 

Albuminfos Garbage – No Gods No Masters

Garbage - No Gods No MastersKünstler: Garbage
Albumname: No Gods No Masters
VÖ: 11.06.2021
Label: BMG Rights Management
garbage.com

 

Fotos: Joseph Cultice und Promo

 

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