ALBUM-REVIEW: Ryley Walker – Golden Sings That Have Been Sung

Der amerikanische Singer/Songwriter Ryley Walker war im vergangenen Jahr lange auf Tour. Nach rund 200 Shows kam er heim – und ging sofort wieder ins Studio. Herausgekommen ist „Golden Sings That Have Been Sung“.

Ryley Walker

Für den 27-Jährigen ging mit dem Album – seinem insgesamt vierten – ein Traum in Erfüllung. Denn LeRoy Bach (Ex-Wilco), für Ryley ein Jugend-Idol, hat es produziert.

Schon der erste Track, „The Halfwit In Me“, erzeugt eine schöne Stimmung. Er ist knapp sechs Minuten lang, sehr unaufgeregt und mit längeren Instrumentalteilen. Es folgt „A Choir Apart“, schon eher poppig, aber auch interessant-verschwurbelt.

Und genau das ist das Problem, das „Golden Sings That Have Been Sung“ zum Teil mit sich herumschleppt: Der Sound ist zu schwer und zu trist. Das ist zwar eine Weile schön anzuhören, wird mit der Zeit aber ein harter Brocken und Ryley Walker wohl kaum zum Durchbruch in den Mainstream verhelfen können.

Das ist durchaus schade, denn seine Songs bieten viele gute Ansätze. „Sullen Mind“ überzeugt durch seinen guten Aufbau, der Erzählstil in „The Roundabout“ und „Funny Thing She Said“ ist spannend. Der letzte von nur acht Songs, „Age Old Tale“, windet sich dann wieder minutenlang schwer dahin.

Glaubt man dem Pressetext, ist sogar Robert Plant ein Fan von Ryley Walker. Das Album „Golden Sings That Have Been Sung“ hat seine guten Momente, aber ähnlich berühmt wie seine Idole wird es Walker nicht machen.

Albuminfos Ryley Walker – Golden Sings That Have Been Sung

Ryley Walker - Golden Sings That Have Been SungKünstler: Ryley Walker
Albumname: Golden Sings That Have Been Sung
VÖ: 19.08.2016
Label: Dead Oceans
ryleywalker.com

 

Fotos: Tom Sheehan und Promo

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