ALBUM-REVIEW: Seraphim – Debris [EP]

Bei den ersten Takten der EP „Debris“ von Seraphim kommen einem unweigerlich Placebo in den Sinn. Insgesamt haben die vier Jungs aus der Nähe von Linz in Österreich auf ihrem neuen Werk aber noch deutlich mehr zu bieten.

Seraphim

Auf der ersten Single „Ilvy“ geben Drums und Gitarre die Richtung vor. Die Verzweiflung ist greifbar: „You can’t change the waves, my dear”, heißt es unter anderem.

„We Are Venom“ ist noch ein bisschen stärker als „Ilvy“, weil es insgesamt poppiger und eingängiger daherkommt. Schöner, melancholischer Indie, dem man höchstens vorwerfen kann, dass ihm ein bisschen der Wiedererkennungswert fehlt.

„Die Geister der Vergangenheit werden mit feinen Gitarren und treibenden Rhythmen abgestoßen“, beschreiben Seraphim ihre aktuelle Musik. Und diesen Stil wollen sie beibehalten – die EP soll dabei nur ein Vorgeschmack auf ein kommendes Album sein.

Nach dem sehr schwärmerischen „Way Back Away“ endet die EP mit „Artefacts“. Es entlässt die Zuschauer beinahe verträumt, gibt aber kurz vor Ende noch mal Gas. „Just give a little love to me“, lautet die Bitte zum Abschluss. Das sollte für eine so vielversprechende EP wirklich drin sein.

 

Seraphim - DebrisKünstler: Seraphim
Albumname: Debris [EP]
VÖ: 19.02.2016
Label: Novapol Records
seraphimland.com

 

Fotos: Mario Riener und Promo

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