ALBUM-REVIEW: Sinplus – This Is What We Are

Sinplus haben Ambitionen: Sie sehen sich selbst als „Stadionrockband in Wartestellung“, waren aber auch schon auf großen Bühnen unterwegs. Der nächste Angriff erfolgt mit dem dritten Album „This Is What We Are“.

Sinplus

Ivan und Gabriel Broggini haben bereits einen MTV Award gewonnen („Bester Schweizer Act“), traten für ihr Heimatland 2012 beim Eurovision Song Contest in Baku an (und schieden knapp im Halbfinale aus) und waren im Vorprogramm von Roxette zu sehen. Nun soll es bitte der endgültige Durchbruch werden.

Und diese Ambitionen hört man „This Is What We Are“ sofort an. Sinplus versuchen sich an den ganz großen Melodien, den ganz großen Texten und den ganz großen Gesten – und verkrampfen dabei leider an vielen Stellen.

Hinter der ersten Single „Capisci (One Love)“ steht ein dicker Beat, der sich nicht nur fürs Stadion, sondern auch für die Disko eignet. „WTF“ sorgt anschließend zwar dafür, dass Sinplus mit ihrem Album auf der Explicit-Liste landen, nimmt aber schon wieder etwas Fahrt raus.

Und die kann „This Is What We Are“ auch nie mehr richtig aufnehmen. Sängerin Mickey Shiloh trägt zwar einen schönen Teil zu „Y & I“ bei, die Herzschmerz-Ballade ist insgesamt aber doch etwas over the top.

Und so vergeht die meiste Zeit ohne allzu bemerkenswerte Songs. Gegen Ende versuchen es die Broggini-Brüder mit einem ungewöhnlichen Remix („Crazy Life“), der zwischen dem glatten Pop aber eher seltsam wirkt und die Sache auch nicht retten kann. Gleiches gilt für den italienischen Track „In Aria“.

Der letzte Song „One And The Same“ fasst es dann recht gut zusammen: Sinplus sind eine Popband mit guten Ansätzen und netten Melodien. Es dürfte aber noch ein langer Weg sein, bis sie selbst mal ein großes Stadion füllen können.

 

Albuminfos Sinplus – This Is What We Are

Sinplus - This Is What We AreKünstler: Sinplus
Albumname: This Is What We Are
VÖ: 20.01.2017
Label: Rough Trade
sinplus.net

 

Fotos: Promo

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