20. November 2020

FRAGEBOGEN: Josias Ender

In der Rubrik „Fragebogen“ beantworten Künstler insgesamt 15 Fragen rund um das Thema Musik. Zudem erhalten sie eine weitere Aufgabe: Ein musikbezogenes Foto aufnehmen oder mit einem Bleistift etwas malen oder schreiben. Dieses Mal mit Josias Ender.

Josias Ender

Erste CD: Weezer – The Blue Album. Ich war durch meine älteren Schwestern musikalisch positiv vorgeprägt, muss ich dazusagen.

Erstes Konzert: Die ersten Konzerte, die ich besuchte, fanden allesamt im Kokolores Künzelsau statt – einem formidabeln Jugendkulturverein in meiner ländlichen Heimat. Besonders erinnerlich: Suburban Kids With Biblical Names, eine schwedische Indie-Band.

Früheste Kindheitserinnerung, die etwas mit Musik zu tun hat: Als ich 5 war (schätze ich), bekam ich von einem Bekannten meiner Eltern ein “Schlagzeug” geschenkt – das hatte ich mir gewünscht. Es bestand allerdings nur aus zwei Stand-Toms, weshalb man allenfalls Galeeren-Antreiber-Rhythmen damit spielen konnte. Ich verbrachte trotzdem den einen oder anderen Nachmittag auf unserem Dachboden, trommelte und sang bis dato unveröffentlichte Rocksongs in Fantasie-Englisch.

Aktueller Lieblingssong: The Bamboos – The Wilhelm Scream (Original von James Blake). Das ist eigentlich gar nicht so mein Genre, aber die Gesangsmelodie ist so wunderbar und das Arrangement ist der Hammer. Vor kurzem entdeckt und direkt verliebt.

Peinlichster Lieblingssong: Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe. Aber so peinlich ist es mir eigentlich gar nicht – absoluter Knallersong, wenn man ehrlich ist.

Eigener Lieblingssong: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Da passiert musikalisch irgendwie viel Unterschiedliches und das Lied hat auch eine politische Seite, was ich meistens sehr schwierig finde. Aber hier ist es mir geglückt, würde ich sagen.

Lieblingssongzeile: “We must never stop watching the sky with our hands in our pockets, stop peering in windows when we know doors are shut.” (The Weakerthans – Sounds Familiar)

Bestes Konzert: Locas in Love im Kamikaze in Freiburg, ca. 2008. Beste deutsche Band im damals besten Laden der Stadt – großartig.

Schlechtestes Konzert: Ich merke mir irgendwie nur die guten, bemerke ich.

Bestes eigenes Konzert: Freundlich+Kompetent in Hamburg, 2019. Gut besucht, aber keiner da, der mich kannte. Trotzdem alle total aufmerksam und nett. Sound super, Barleute freundlich: Ein sehr schöner Abend.

Vinyl, CD oder mp3? Ich besitze sehr viel mehr CDs als Vinyl, aber seit 2 Jahren nun endlich auch einen vernünftigen Plattenspieler. Und ich will gar nicht erzählen, dass ich da irgendeinen Unterschied höre – aber ein wenig heimeliger und feierlicher finde ich LPs dann doch. Deshalb: Vinyl.

Download oder Stream? Aus Gründen der Nachhaltigkeit eigentlich Download, aber dann vielleicht die Kombi: Im Streamingdienst downloaden.

Clubkonzert oder Festival? Clubkonzert: näher dran, Sound direkter, angenehm verrauchte Luft und am Ende ins eigene Bett.

Drei Songs, die auf meinem Mixtape nicht fehlen dürfen: Feist – Mushaboom (Postal Service Remix), I Am Kloot – No Fear Of Falling, Pixies – Debaser

Welches Album ich auf keinen Fall mit auf eine einsame Insel nehme: Aereogramme – Sleep and Release. Passt stimmungsmäßig einfach nicht so gut zum eitlen Sonnenschein, der mich da wohl erwarten wird.

Im Kindergarten trugen alle Jungs Goldketten (provincial gangster style), also wollte ich auch eine. Ich bekam nur eine aus Silber, aber mit einem kleinen Gitarrenanhänger dran. Zu spielen begann ich erst über 10 Jahre später, aber trotzdem war das Schmuckstück im Rückblick wegweisend.

Josias Ender

 

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